Von Null auf 80 in 365 Tagen:

Verfolgen Sie alle guten Taten unseres Jubiläumsjahres

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29. März 2019

Backen und spenden

Immer wieder sonntags legen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kunden-Service-Centers der HABA-Firmenfamilie abwechselnd zu Hause in ihren Küchen die Schürze an und schwingen das Rührgerät. Denn alle gemeinsam engagieren sie sich als „Kuchen-Service-Center“ und erklären von Oktober bis März den Montag in der HABA-Firmenfamilie offiziell zum Kuchentag! Dem Motto „80 gute Taten“ folgen 80 Kuchen mal Zwei.

Der Belegschaft den Wochenstart zu versüßen ist aber nicht das einzig Gute an dieser Aktion! Die Leckereien – darunter aufwändig verzierte Kuchen, mit Liebe gebackene Muffins, herzhafte Kreationen und sogar Torten – wurden dem „Kuchen-Service-Center“ von den Kollegen gegen eine kleine Spende abgekauft. So häufte sich in der Spendenbox die großartige Summe von 3.000 Euro an. Heute wird der Betrag feierlich zu gleichen Teilen an zwei Einrichtungen überreicht, die sich, wie die HABA-Firmenfamilie, für Kinder und Familien einsetzen…

Heiner Schaller, Leiter des JAKO-O-Kunden-Service-Centers, erklärt, dass sein Team sich regional in ihrer Heimat engagieren und damit sowohl eine Einrichtung in Thüringen als auch eine in Bayern unterstützen möchte. Die Wahl fiel auf den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst in Meinigen und die Stiftung für krebskranke Kinder in Coburg. „Wo Gutes für Kinder und Familien geleistet wird, da ist die Schnittstelle zwischen der HABA-Firmenfamilie und den ausgewählten Einrichtungen“, so Heiner Schaller.

Am Morgen besucht Konrad Müller vom ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Meiningen die HABA-Firmenfamilie. Er engagiert sich schon lange beim Auf- und Ausbau eines Hospizdienstes für junge Menschen im Sozialwerk Meiningen und hat damit eine Anlaufstelle für Familien geschaffen. Gemeinsam mit seinen Kollegen, darunter viele Ehrenamtliche, begleitet er junge Menschen und deren Familien in der wohl schwersten Zeit des Lebens und gibt ihnen Halt. „Einrichtungen und Menschen, die die letzten Tage lebenswert und glücklich gestalten, kann man gar nicht genug würdigen!“, bewundert Heiner Schaller das Engagement des Hospizdienstes.

Und Konrad Müller resümiert: „Es kommt ganz viel Dankbarkeit zurück. Davon lebt der Mensch – von Dankbarkeit.“ Die Spende in Höhe von 1.500 Euro kommt gerade zur rechten Zeit. Konrad Müller betont: „Wir werden dadurch in unserem Auftrag gestärkt.“ Noch dieses Jahr soll das Geld in die obligatorische pädiatrische Palliative-Care-Qualifizierung einer Mitarbeiterin investiert werden. 

„Wo Gutes für Kinder und Familien geleistet wird, da ist die Schnittstelle zwischen der HABA-Firmenfamilie und den ausgewählten Einrichtungen.“

Mit weiteren 1.500 Euro unterstützt das Kunden-Service-Center die Stiftung für krebskranke Kinder in Coburg. Im Trausaal des Bürglaßschlösschens empfängt Vorstand Uwe Rendigs, die Delegation des „Kuchen-Service-Centers“.

Die Stiftung ist aus einer Elterninitiative hervorgegangen als Ersatz für die Kinderonkologie, des Klinikums Coburg. Dementsprechend richtet sie sich an Familien im Raum Coburg, Sonneberg, Hildburghausen, Kronach und Lichtenfels. Noch immer engagieren sich viele Eltern betroffener Kinder im Stiftungsrat gemeinsam mit einem dichten Netzwerk aus Ärzten, Rechtsanwälten, Politkern und vielen mehr. Uwe Rendigs schildert begeistert seine umfangreiche Arbeit für die Kinder. Immer wieder stehen Familien in den schweren Zeiten der Erkrankung vor bürokratischen Hürden. Sie zu überwinden, würde Fachkenntnis und Lebenszeit kosten, die die Betroffenen oft nicht haben.

Uwe Rendigs steht den Familien bei und vermittelt zwischen Schulen, Ämtern, Ärzten und den jungen Patienten. Denn diese denken nicht nur ans Gesundwerden, sondern schon sehr viel weiter. „Alle betroffenen Kinder sind sehr ehrgeizig. Viele haben schon anderen Familien in der gleichen Situation geholfen.“ Eine junge Frau möchte zum Beispiel Psychologie in Jena studieren, inspiriert durch die Erfahrungen und Begegnungen, die sie durch die Unterstützung der Stiftung gemacht hat. Die Stiftung wird ihr, auch mithilfe des Erlöses aus dem Kuchenverkauf, dabei finanziell unter die Arme greifen. Aktuell betreut die Stiftung 55 Familien und 15 akut erkrankte Kinder, denen sie ein normales Leben ermöglicht und ihnen die Hoffnung gibt, ihre Träume zu erfüllen.

Die Hobbybäcker sind begeistert, dass sie mit ihrer Spende das Engagement der beiden Einrichtungen unterstützen können. Den Eindruck, den die Schilderungen von Konrad Müller und Uwe Rendigs über die Arbeit mit und für kranke und sterbende junge Menschen und ihre Familien hinterlassen haben, fasst Sophie Schneider bewundernd zusammen: „Man muss großen Respekt haben vor den Menschen, die das machen!“

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