Von Null auf 80 in 365 Tagen:

Verfolgen Sie alle guten Taten unseres Jubiläumsjahres

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17. Juni 2018

Dem Tag mehr Leben geben

„Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern dem Tag mehr Leben geben.“ So beschreibt Franziska Thümmel, Bereichsleiterin im Kinderhospiz Mitteldeutschland, das selbstgesetzte Ziel der sozialen Einrichtung. Das stationäre Hospiz in Tambach-Dietharz gibt Kindern mit lebensverkürzenden Krankheiten und ihren Familien die Möglichkeit, gemeinsam Zeit in der Einrichtung zu verbringen und das Betreuungs- und Pflegeangebot dort zu nutzen. Manche Kinder verbringen mit der Familie ein bis zwei Wochen hier, um im kräftezehrenden Verlauf der jeweiligen Krankheit eine kurze Entlastung zu erfahren. Andere Familien reisen an, um das eigene Kind in Würde zu verabschieden.

Ganz gleich, welcher kleine Patient im Kinderhospiz Mitteldeutschland ankommt, im Zentrum steht die hohe Qualität der Pflege. Es werden keine Listen abgearbeitet, denn in der Einrichtung wird eine individuelle Betreuung realisiert. Das Hospiz beherbergt gerade vier Kinder mit ihren Familien. Bewusst ist die Einrichtung darauf ausgelegt, nur wenige Patienten zur gleichen Zeit zu betreuen.

Diesen Kindern und ihren Familien an einem Nachmittag etwas Freude und Ablenkung zu schenken, diese Idee hatten gleich zwei Mitarbeiterinnen der HABA-Firmenfamilie: Ines Peter aus der IT-Abteilung und Bianca Groß aus dem Maschinensaal im Werk I haben gemeinsam mit ihren Kollegen eine besondere Überraschung für die erkrankten Kinder, ihre Geschwister, Eltern und Pfleger organisiert: Ein Zauberer nimmt sie alle mit in die fantastische Welt der Magie!

Bianca Groß wollte schon länger etwas Gutes für die Kinder im Hospiz und auch die Mitarbeiter tun: „Ich habe von den Spendenaufrufen für das Kinderhospiz Mitteldeutschland schon oft im Radio gehört. Und immer habe ich gedacht, man könnte auch selbst etwas tun, man sollte hier helfen. Und dann kamen die 80 guten Taten der HABA-Firmenfamilie!“

Gegen 14 Uhr herrscht eine freudige Spannung im gemütlichen Sternstundenhaus. Der Zauberer Phantaro hat seine geheimnisvollen Utensilien bereits aufgebaut. Nicht nur die erkrankten Kinder mit Eltern und Geschwistern haben sich zusammengefunden, auch die Pflegekräfte, ehrenamtliche Mitarbeiter mit eigenen Kindern und die fünf Gäste von der HABA-Firmenfamilie sitzen gespannt im Publikum.

Phantaro gelingt es schnell, die Spannung des Publikums in Gelächter aufzulösen. Mit viel Humor, bunten Ballons, lustigen Soundeffekten und undurchschaubaren Kartentricks nimmt der sympathische Zauberer alle mit in die verrückte Welt der Magie.

„Das waren für uns ein paar leichte Stunden in einer so schweren Zeit.“

Nicht nur die kleinen Zuschauer, auch den Erwachsenen bleibt nicht nur einmal der Mund offen stehen. Stirnrunzelnd werden so manches Mal Blicke ausgetauscht und es wird über mögliche Auflösungen des eben gesehenen Tricks getuschelt. Aber viel Zeit bleibt dafür nicht, rasch zaubert Phantaro die nächste Überraschung – oder das nächste Kaninchen – aus dem Hut. Die Stunde vergeht für alle wie im Flug!

Und dann gibt es für alle eine süße Stärkung: Die HABA-Mitarbeiterinnen haben sich ins Zeug gelegt und farbenfrohe Papageienmuffins, eine fruchtige Erdbeertorte, leckeren Kekskuchen und vieles mehr gebacken.

Natürlich brachte die Delegation aus Bad Rodach nicht nur leckere Verpflegung mit, sondern auch ein großes Spielepaket. Die dreijährige Emilia macht sich direkt ans Auspacken und entdeckt viele tolle Spielsachen. Besonders begeistert sie der Obstgarten, ein Klassiker aus dem HABA-Sortiment: „Toll, das Spiel habe ich auch zu Hause!“

Während sich die Ersten schon am Kuchenbuffet bedienen, überreichen die Mitarbeiter der HABA-Firmenfamilie Franziska Thümmel einen Spendencheck. Das Kinderhospiz Mitteldeutschland muss sich zu 80 Prozent aus Spenden finanzieren. Pro Jahr werden mindestens eine Million Euro an Spenden benötigt, daher ist die monetäre Unterstützung für den gemeinnützigen Trägerverein so wichtig, um die wertvolle Arbeit auch in der Zukunft fortführen zu können.

Die HABA-Mitarbeiter aus dem Maschinensaal des Werk I haben dazu Überstunden angesammelt und gespendet, manche von ihnen haben sogar einen ganzen Arbeitstag in einen Geldbetrag umwandeln lassen. Auch in der IT-Abteilung wurde fleißig gesammelt, sodass an diesem Nachmittag insgesamt 1.800 Euro gespendet werden können. Den Mitarbeitern des Hospizes und auch den Eltern ist anzusehen, dass der Gedanke hinter der Aktion ankommt und dankbar angenommen wird. „Das waren für uns ein paar leichte Stunden in einer so schweren Zeit.“, bedankt sich Emilias Mutter für den Nachmittag.

Die beeindruckende Arbeit, die alle Mitarbeiter des Kinderhospizes und die Eltern der erkrankten Kinder leisten, bedarf weiterer Unterstützung. Alle Informationen finden Sie unter https://www.kinderhospiz-mitteldeutschland.de/index.html.

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