Von Null auf 80 in 365 Tagen:

Verfolgen Sie alle guten Taten unseres Jubiläumsjahres

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17. April 2019

Eine Suppe und gute Gespräche

Löffel klappern, an den sorgfältig eingedeckten Tischen unterhalten sich die meist älteren Gäste, es riecht appetitlich nach Essen: Wer Samstagmittag ins „dialog“ kommt, das Stadtbüro der Diakonie Coburg, der freut sich nicht nur auf eine preisgünstige, schmackhafte Suppe und einen kostenlosen Kaffee oder Tee. Die Besucher schätzen besonders auch die herzliche Atmosphäre, die netten Gespräche mit den Tischnachbarn und die bunte Mischung der Gäste. 

Willkommene Unterstützung erhielt das ehrenamtliche Organisationsteam jetzt durch Susanne Rosenbauer, stellvertretende Leiterin des HABA-Fotostudios. Für ihren persönlichen Beitrag zur Jubiläumsaktion „80 gute Taten“ der HABA-Firmenfamilie half sie beim Essen ausgeben, aufräumen und spülen. Und mit einem mitgebrachten, selbstgebackenen Möhrenkuchen sorgte sie für eine „süße Zugabe“. Im Gepäck hatte sie außerdem einen Spendenscheck der HABA-Firmenfamilie über 500 Euro, der an Stefan Kornherr, Leiter der Bezirksstelle der Diakonie, übergeben wurde.

„Die herzliche Atmosphäre hat mir sehr gefallen.“

Etwa 50 Besucher verköstigten die Helfer an diesem Samstag mit Grießklößchen- und Leberknödelsuppe. Gekocht wird das Essen abwechselnd von vier Metzgereien aus dem Landkreis. Die Bäckerei Heimann spendiert das Brot dazu. Eine Mahlzeit kostet ein Euro. „Wer kann, gibt mehr. Zum Monatsende, wenn bei manchen das Geld knapp wird, bleibt es dann aber bei ein Euro“, sagt Susanne Rosenbauer. Und wer noch nicht einmal einen Euro für die Suppe im „dialog“ übrig hat, der darf sich trotzdem sattessen. Bei solch günstigen Preisen decken die Einnahmen die Kosten des Mittagstisches nicht. „Wir wollen niemanden ausschließen, der wenig Geld hat“, sagt Stefan Kornherr, Leiter der Bezirksstelle der Diakonie. Die Spende der HABA-Firmenfamilie werde genutzt, um den Fehlbetrag auszugleichen.

Das Angebot der Diakonie will Menschen miteinander ins Gespräch bringen, aus der Einsamkeit herausholen, welchen Hintergrund sie auch haben mögen. Verständnis herrscht so auch für die Besucherin, die ihre eigene Suppenschüssel mitbrachte: Wegen einer Behinderung kann sie aus normalen Suppentellern nicht essen.

Außer einem warmen Essen und angenehmer Unterhaltung bringt das gemeinsame Essen im Stadtbüro auch den einen oder anderen nützliche Tipp. „Man unterstützt sich gegenseitig“, erzählt Susanne Rosenbauer. So freute sich ein Essensgast, der eine kostenlose Waschmaschine suchte, über einen Hinweis auf eine passende Ebay-Anzeige.

„Die herzliche Atmosphäre hat mir sehr gefallen“, meint die HABA-Fotografin, die auch in Zukunft wieder einmal im „dialog“ in der Coburger Metzgergasse vorbeischauen will. „Das hilft, sich bewusst zu machen, wie gut es einem selbst geht“, sagt sie.

Die Diakonie Coburg lädt – außer in den Schulferien – jeden Samstag von 11 bis 14 Uhr zum gemeinsamen Mittagstisch in ihr Stadtbüro ein.

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