Von Null auf 80 in 365 Tagen:

Verfolgen Sie alle guten Taten unseres Jubiläumsjahres

haba_good_deed_12

23. Juni 2018

Strandtag mal anders

140 Millionen Tonnen Müll befinden sich in unseren Weltmeeren, so lauten die offiziellen Zahlen des Umweltbundesamtes. Jedes Jahr kommen bis zu 10 Millionen Tonnen dazu. Etwa 70 Prozent des Mülls sinken auf den Meeresboden und gefährden die dort existierende Pflanzen- und Tierwelt. Der verbleibende Müll treibt auf der Meeresoberfläche und wird zum Teil an Küsten und Strände gespült.

So auch an den Wu Kai Sha Beach im Nordosten Hong Kongs – ein Strand gelegen nahe einer Wohngegend, der vor allem am Wochenende und bei schönem Wetter gut besucht ist. Im Sand und zwischen den Steinen findet sich so nicht nur der von den Wellen angespülte Müll, sondern auch die Überreste vom letzten Badetag.

Am heutigen Samstag sind hier die Kolleginnen und Kollegen der Niederlassung HABA Asia samt ihrer Familien zusammengekommen. Ihre Mission: Weg mit dem Müll!

„Für die meisten von uns ist das nicht die erste Aktion dieser Art“, erklärt Niederlassungsleiter Felix Ehrlicher. „In Hong Kong finden regelmäßig sogenannte ‚Beach Clean Ups‘ statt, um die Strände sauber zu halten.“

Ausgerüstet mit Müllsäcken und Handschuhen macht sich die Gruppe ans Werk. Selbst Schuhsohlen und Reste von Neoprenanzügen sind unter den Fundstücken. Das schwerwiegendste Problem aber ist das Mikroplastik: Winzig kleine Plastikteilchen, die bei der Zersetzung größerer Plastikteile wie Flaschen, Verpackungen oder Fischernetzen entstehen. „Diese werden ganz leicht wieder zurück ins Meer gespült und von Fischen und anderen Meeresbewohnern für Nahrung gehalten. So kann das Plastik letztlich auch in unsere Nahrung gelangen“, beschreibt Felix die Problematik.

 „Es ist so einfach, etwas für den Schutz unserer Umwelt zu tun.”

Das Team sammelt jedes noch so kleine Teil ein und so füllt sich Sack um Sack – bis ein heftig einsetzender Regenschauer die Aktion beendet. Trotzdem kann die Gruppe stolz auf die geschaffte Arbeit sein. Steven Lui ist überzeugt, dass dieser Tag auch bei seinen beiden Kindern zu mehr Bewusstsein geführt hat: „Sie haben jetzt selbst gesehen, wie viele Flaschen und Verpackungen hier liegen und welche Arbeit es ist, das alles einzusammeln. Ich bin mir sicher, sie werden das Thema in Zukunft ernster nehmen!“

Auch Manna Tam ist jetzt erst recht motiviert weiterzumachen: „Ich werde in Zukunft öfter an solchen Aktionen teilnehmen, es ist so einfach, etwas für den Schutz unserer Umwelt zu tun.”

Lesen Sie auch