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29. Oktober 2018

Kleine Baumeister

„Und was machen wir damit?“, fragend blicken die Kinder der Tagesstätte Werraspatzen in Hildburghausen auf das Sammelsurium von riesigen Legobausteinen, Rohren, Flaschen, Trichtern und Schläuchen. „Wir bauen einen tollen Wasserpark“, verrät Christian Fuchs, der seit 2016 bei Wehrfritz arbeitet.

Auf die Idee, gemeinsam mit den Werraspatzen etwas zu bauen, brachte ihn seine Mutter. Sie arbeitet als Erzieherin in der Kindertagesstätte und sprach schon lange davon, den Sandspielplatz im Garten verschönern zu wollen. Bislang gab es hier noch keine wirkliche Spielmöglichkeit für die Kinder, so dass der Platz meist unbenutzt blieb. „Viel zu schade“, fanden sie und ihre Kolleginnen. 

Gemeinsam mit Christian entwickelten sie den Plan für den Wasserpark. „Wir wollten eine Art Bewegungsbaustelle. Die Kids sollen sich bewegen, kreativ sein, experimentieren und ihr räumliches Verständnis weiterentwickeln“, erklärt Christian.

„Mir hat das ganz toll gefallen, weil wir mal was Richtiges bauen konnten!“

Und so rückte er an diesem Nachmittag mit allerhand Baumaterial an. Doch eine Bauanleitung gibt er den Kindern zunächst keine, sondern ermutigt sie, einfach loszulegen und auszuprobieren. Schnell ist dann auch die erste Ratlosigkeit verflogen und die Kleinen beginnen die Bausteine zu stapeln und Rohre ineinanderzustecken. Sie haben schnell den Bogen raus und sind ganz versunken in ihr Bauprojekt. Riesig ist die Freude, als sie Wasser in eines der Rohre kippen und beobachten, wo es wieder rauskommt. Und weil es im Herbst bald zu kalt wird, um mit Wasser zu spielen, zeigt Christian den Kindern, wie die Wasserstraße auch mit Eicheln und Kastanien funktioniert.

An einem Rankgitter entsteht dann auch noch eine kunterbunte Wasserwand aus Flaschen, Schläuchen und Trichtern. Der fünfjährige Leon ist begeistert von dem gemeinsamen Projekt: „Mir hat das ganz toll gefallen, weil wir mal was Richtiges bauen konnten!“ Sein Freund nickt ganz aufgeregt: „Ja, und wir waren alle zusammen!“. 

Und so freut sich Christian über dreckige Kinderhände und strahlende Augen: „Ich habe nur staunende Gesichter gesehen, die Kids hatten riesigen Spaß am Experimentieren und wollten gar nicht mehr aufhören.“ Und so haben sie hoffentlich noch lange Freude an ihrem Bauwerk.

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