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11. April 2019

Kochen und teilen

Mehl bedeckt einen langen Tisch, an dem Männer und Frauen unzählige Teigkugeln zu Brotfladen ausrollen und dann auf einer großen Grillplatte rösten. Wir sind in der Großküche im Gurdwara Bangla Sahib – dem berühmtesten Sikh-Tempel Delhis. Überall stapeln sich Töpfe und Pfannen und der Raum ist erfüllt von Essensdüften und Musik. Hier wird jeden Tag für tausende von Menschen gekocht. Das Essen ist für alle gratis. Zubereitet werden die Speisen hauptsächlich von freiwilligen Helfern. Heute haben sich auch die Kollegen der HABA Niederlassung in Indien zum Küchendienst gemeldet. 

„Solche öffentliche Essensausgaben sind seit Jahrhunderten fester Bestandteil der Sikh-Religion und gibt es in allen Tempeln“, erzählt Niederlassungsleiterin Samriddhi Sharma. „Unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Kaste, Religion und sozialem Status können sich hier alle unentgeltlich verpflegen. Alle Hungrigen dürfen kommen.“

„Es kommen alle zusammen, es gibt keine Diskriminierung.“

Im Gurdwara Bangla Sahib wird dreimal täglich gekocht: Morgen-, Mittag- und Abendessen. Bis zu 30.000 Menschen kommen täglich – noch einmal mehr sind es an den Wochenenden. Entsprechend viel zu tun gibt es in der Küche und jede helfende Hand wird dankbar angenommen. Samriddhi und ihr Team backen Brot, schälen und schneiden Gemüse und teilen Essensportionen aus, als zur Mittagszeit die Menschen in den Tempel strömen. Auch das HABA Team gesellt sich nach getaner Arbeit zu den Essengästen. Gegessen wird sitzend auf dem Boden – bunt gemischt. 

„Es ist für uns ein tolles Erlebnis hier heute einmal mitzuhelfen und das alles auch einmal mitzuerleben“, sagt Samriddhi. „Beim Kochen und beim Essen – es kommen alle zusammen Kinder, Männer, Frauen – es gibt keine Diskriminierung“

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