Von Null auf 80 in 365 Tagen:

Verfolgen Sie alle guten Taten unseres Jubiläumsjahres

haba_good_deed_65

4. April 2019

Mit Kunst helfen

„Das Holztor des alten Brauhofs gibt es heute noch“, sagt Klaus Habermaass und zeigt auf ein Foto des ursprünglichen Firmengebäudes der HABA-Firmenfamilie. Das Foto ist Teil einer Collage, die Bettina Mautner anlässlich des 80. Firmenjubiläums geschaffen hat. Seit knapp 19 Jahren arbeitet sie als Kommunikations-Designerin bei HABA, nebenbei ist sie als freie Künstlerin tätig. „Ich bin nun schon so viele Jahre Teil der großen Firmenfamilie. Mit meinem Kunstwerk wollte ich Danke sagen für die tolle Zeit hier und im Jahr der guten Taten meinen Beitrag leisten“, so Bettina. 

Ihre beiden Leidenschaften verschmelzen in der Collage: „Kunst und Design liegen nahe beieinander und trennen doch Welten. Für dieses Kunstwerk habe ich die Möglichkeit ergriffen, beides zu verbinden“, beschreibt Bettina ihr Vorgehen und erklärt ihr Werk: „Das Bild spannt den Bogen zwischen Tradition und Moderne. Es nimmt seinen Betrachter mit auf eine Reise in die Vergangenheit und blickt gemeinsam mit ihm in die Zukunft des Familienunternehmens.“

Das Besondere: Bettina hat die Collage digital angelegt und dann auf Holz drucken lassen. „Holz ist der Rohstoff, mit dem vor über 80 Jahren alles begann und der auch heute noch eine grundlegende Rolle für die HABA-Firmenfamilie spielt“, erklärt die Künstlerin.

Das Unikat ging jetzt für 1.000 Euro in den Besitz der Gesellschafter über – die es für den guten Zweck erworben haben. Denn Bettina spendet den Erlös an die Kinder- und Jugend-Psychosomatik der Sozialstiftung Bamberg. Die Station nimmt Kinder und Jugendliche auf, die sowohl unter körperlichen als auch psychischen Erkrankungen leiden.

„Das war ein wahres Geschenk!“

Um die Spende entgegenzunehmen sind heute Sabine Brückner-Zahneisen, Stifter- und Spenderbetreuung und Dr. med. Daniela Scharpenack, Leiterin der Kinder- und Jugend-Psychosomatik, aus Bamberg nach Bad Rodach gekommen. Mit Herzblut erzählen sie von der Station „Kolibri“. „Es ist noch ganz junge Station. Uns gibt es erst seit 2017 “, erzählt Dr. med. Daniela Scharpenack, die die Kinder- und Jugend-Psychosomatik mit aufgebaut hat. „Ich wollte beruflich immer etwas machen, das ich selber entstehen lasse“, sagt sie.

Derzeit zehn Kinder und Jugendlich betreut das multiprofessionelle Team aus Fach- und Assistenzärzten, Psychologen, Pädagogen, Pflegepersonal, Erziehern, Ergo-, Musik- und Kunsttherapeuten, Diätassistenten und Lehrern. Die jungen Patienten bleiben im Schnitt 50 Tage, in denen sie auf der Station wie eine Familie zusammenleben.

Entsprechend großen Wert legt Dr. med. Daniela Scharpenack auf eine gemütliche Atmosphäre, die nicht an Krankenhaus erinnert. Im Januar haben sie neue Räumlichkeiten bezogen. Wohnlich ist es schon, aber etwas Wichtiges fehlt. „Die Wände sind noch kahl“, bedauert die Ärztin. Da kommt die Geldspende gerade zur richtigen Zeit. „Als der Anruf kam und ich von der Spende erfahren habe, konnte ich es gar nicht glauben“, erzählt Sabine Brückner-Zahneisen. „Das war ein wahres Geschenk! Das Geld investieren wir in die schon lange gewünschten Wandbilder.“ Die Motive stehen schon fest: Ballons. Sie haben Symbolcharakter und eine besondere Bedeutung für Dr. med. Daniela Scharpenack und ihre Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen: „Ballast abwerfen und in Freiheit aufsteigen.“

Lesen Sie auch