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25. März 2019

Schnipp, Schnapp – Haare ab

Auf einmal wird es ernst. Bis eben hat Lina noch ihren Kolleginnen dabei zugeschaut, wie sie ihr langes Haar abschneiden lassen. Nun ist sie an der Reihe. Es dauert nicht lange, da ist die erste Strähne auch schon ab. Nach und nach werden die restlichen Haare gekürzt.

Ein Besprechungsraum der HABA-Firmenfamilie hat sich heute in einen Friseursalon verwandelt. Vier Kolleginnen und sogar die Tochter einer Mitarbeiterin waren Linas Aufruf zur Haarspendenaktion gefolgt.

Lina ist Auszubildende und hatte die Idee, sich die Haare für den guten Zweck zu schneiden. Dafür hat sie sich mit dem Non-profit Verein Die Haarspender zusammen getan. Mit maßgeschneiderten Perücken aus Echthaar verhilft der Verein Kindern, die ihr Haar durch Krankheit verloren haben, wieder zu einem Stück „Normalität“ im Leben.

Für die gute Tat hat der Friseur und Gründer des Vereins, Thomas Möller, den weiten Weg aus Österreich auf sich genommen, um heute den freiwilligen Spenderinnen persönlich die Haare zu schneiden. Gemeinsam mit Lina begrüßt er alle „Rapunzel“, die sich heute mutig von ihrem langen Haar trennen.

„Es hat sich ausgezahlt, dass alle so mutig waren.“

Die Aufregung ist allen ins Gesicht geschrieben, doch Thomas weiß ganz genau, wie er die Situation auflockern kann. Mit Geschichten aus seinem Friseur-Alltag unterhält er die Mädelsrunde. Und so wird in den kommenden Stunden viel gelacht, obwohl die Haare fallen.

Da sich die Damen während des Haareschneidens nicht im Spiegel betrachten können, ist die Überraschung umso größer, als sie ihre abgeschnittenen Zöpfe in der Hand halten und ihre Vorher-Nachher-Bilder betrachten können. „Die Haarspenden von bis zu 45 Zentimeter Länge haben für wirklich tolle Typveränderungen gesorgt. Es hat sich ausgezahlt, dass alle so mutig waren“, gibt sich Thomas beeindruckt.

Während die eine oder andere Haarspenderin der neuen Kurzhaarfrisur noch etwas skeptisch gegenüber steht, freuen sich andere über die Vorteile, die der Haarschnitt mit sich bringt: „Kein langes Föhnen, weniger Shampoo verbrauchen und leichteres Haare kämmen – das ist doch super!“, freut sich Lina. Und zu wissen, dass mit den abgeschnittenen Haaren Kindern geholfen wird, lässt ihr keinen Zweifel daran, dass ihre Entscheidung richtig war.

Die gespendeten Haare werden jetzt nach Asien geschickt. Dort werden sie innerhalb von 30 Tagen in Handarbeit zu Perücken geknüpft. „Es hat uns lange gedauert einen Perückenhersteller zu finden, der unseren Vorstellungen entspricht. In Asien haben wir dann einen Partner mit langer Arbeitserfahrung und fairen Arbeitsbedingungen gefunden“, erklärt der Vereinsgründer.

Am Ende wird noch ein Gruppenfoto gemacht und Lina übergibt im Namen der HABA-Firmenfamilie einen Spendenscheck, um dem gemeinnützigen Verein für sein großartiges Engagement zu danken.

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