Von Null auf 80 in 365 Tagen:

Verfolgen Sie alle guten Taten unseres Jubiläumsjahres

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28. Mai 2018

Theater für Kinder

Ein frecher Rabe, ein Kirschbaum, ein paar Gartengerätschaften, ein überdimensionaler Farbenwürfel und Peter Markhoff als Gärtner – mehr braucht es nicht, um 160 Kindergartenkinder im thüringischen Sonneberg für eine knappe Stunde in den Bann zu ziehen. Wenn Fans von Familienspielen diese Zutaten des Kindervergnügens bekannt vorkommen, dann ist das kein Zufall: Theater Mär hat das HABA-Spiel „Obstgärtchen“ als Mitmach-Spiel auf die Bühne gebracht. Und wenn sich sonst Mama, Papa und Geschwister ärgern, wenn Rabe Theo die meisten leckeren Kirschen stibitzt, so helfen jetzt 160 Kindergartenkinder tatkräftig mit, dass der schwarze Vogel nicht zum Zuge kommen möge.

Im Sonneberger Stadtteilzentrum „Wolke 14“ haben die Kinder ein glückliches Händchen: Theo lag lange Zeit vorn, aber am Schluss kann er nur acht Kirschen pflücken, Gärtner und Kinder bringen es dagegen auf zwölf der leckeren Sommerfrüchte. Aufmerksam lauschen die Kleinen, wenn sich der Rabe mit seinem markanten „Krah, Krah“ meldet. Sogar ein „Du böser Rabe“ muss sich das Tier anhören. Mitgefühl gilt ihm am Schluss aber auch: „Wir können dem Raben doch von den Kirschen abgeben“ schlägt ein Kind vor.

Sabrina Beetz, Leiterin des HABA-Marketings, hatte die Idee, im Rahmen der Jubiläumsaktion „80 gute Taten“ Theater Mär zu engagieren und Kindergärten in der Region zu den Aufführungen einzuladen. „Unser beliebtes HABA-Obstgärtchen auf die Bühne zu bringen, ist an sich schon toll. Hinzu kommt noch, dass die Kinder als Zuschauer einbezogen werden und sie wie beim Familienspiel nicht gegeneinander, sondern gemeinsam gegen den Raben spielen. Dieses kooperative Element macht den Auftritt für die kleinen Besucher besonders spannend“, erklärt sie.

„Wir können dem Raben doch von den Kirschen abgeben.“

Etwa 50-mal im Jahr stehen die Schauspieler von „Theater Mär“ mit „Obstgärtchen“ auf und vor der Bühne: „Anders als jetzt hier in Sonneberg gewinnt manchmal auch der Rabe. Beeinflussen kann ich das Ergebnis nur wenig. Wir spielen eben wirklich miteinander“, sagt Theaterleiter und Schauspieler Peter Markhoff. Das bringe den besonderen Spaß. Jeder Auftritt verlaufe anders. „Wir müssen sehr spontan sein. Es gibt keine Routine. Und das macht die Sache so lebendig“, meint er.

Die Idee das HABA-Spiel „Obstgärtchen“ auf die Bühne zu bringen, stammt von Markhoffs Tochter. Bei der Umsetzung achteten die Theatermacher auf viel Interaktivität und – bei allem Spielspaß – auch auf pädagogische Elemente. So werden die kleinen Besucher jetzt bestimmt die Farben Gelb, Rot, Grün und Blau wiedererkennen und benennen können. Und selbstverständlich wird zwischendrin gezählt, wer bei der Kirschenernte vorn liegt.

Als „Wunderwaffe“ gegen Lautstärke und zappelige Kindergartenknirpse erweist sich übrigens Raupe Harry, die in der Hosentasche des Gärtners wohnt und immer einen klugen Rat auf Lager hat. Wenn sie sich zu Wort meldet, spitzen alle die Ohren. Laut und lebhaft geht es dagegen beim Abstimmen zu: Wer dabei nur an Arm heben denkt, erlebt, dass man auch Beine in die Luft strecken oder möglichst laut summen kann, um seinen Willen kund zu tun.